Der kleine Tiger Daniel


Quiz Tiger Daniel


Alles über Tiger

Alles über Tiger Daniels Artgenossen

Der kleine Tiger Daniel ist süß und knuffig. Er ist neugierig, stellt viele Fragen, mag Torten und er hat Streifen. Das ist aber auch schon das einzige Merkmal, das er mit seinen Artgenossen gemeinsam hat. Denn echte Tiger sind vielleicht majestätisch, aber nicht süß und knuffig. Und Torten mögen sie auch nicht. Wir haben für dich Wissenswertes rund um die größte Raubkatze der Welt zusammengestellt: den Tiger.

Ganz schön groß so ein Tiger

Nach Eisbär und Braunbär ist der sibirische Tiger das drittgrößte Landraubtier der Welt. Kopf und Rumpf können zusammen fast drei Meter messen, der Schwanz kommt mit rund 90 Zentimeter noch dazu. Ein sibirischer Tiger ist also ganz bestimmt länger als dein Papa groß ist und auf alle Fälle schwerer. Ein Tigermännchen  kann gut 250 Kilo auf die Waage bringen. Das ist mindestens doppelt wenn nicht dreimal soviel wie dein Papa wiegt.

Bild: Alexander Leisser/Wikimedia Commons

Süße Tigerbabys

Die Weibchen sind kleiner und leichter und sie sind für den Nachwuchs zuständig. Sie bringen nach rund 100 Tagen Schwangerschaft – bei Tigern nennt man das trächtig sein – drei bis fünf Tigerwelpen auf die Welt. Tigerweibchen sind alleinerziehend, das heißt, Tigerbabys wachsen ohne Vater auf. Rund sechs Wochen lang trinken die Kleinen bei der Mutter, danach fressen sie die von der Mutter zerkleinerte Jagdbeute mit. Schon mit sechs Monaten folgen sie der Mutter bei der Jagd und ab einem Jahr erlegen sie die Beute selbst. Natürlich hilft Mama noch mit, aber männliche Tiger machen sich schon mit ca. eineinhalb Jahren selbständig und suchen sich ihr eigenes Revier, das im kargen Osten Russlands bis zu hundert Quadratkilometer groß sein kann. Das ist das Ausmaß einer ziemlich großen Stadt. Den Tigern macht das aber nichts aus, sie können an einem Tag Strecken von 100 Kilometern zurücklegen. Die Tigerweibchen bleiben meist länger bei der Mutter und suchen sich ihr Jagdrevier näher bei der Mutter und zwar spätestens dann, wenn die Mutter einen neuen Wurf Junge zur Welt bringt.

Bild: Mostufa Ahmed/Wikimedia Commons

Der Tiger mag’s einsam

So etwas wie Familienleben gibt es bei Tigern nicht. Sie sind Einzelgänger und streifen auf der Jagd alleine umher. Ihr Revier markieren sie mit Urin, also Pinkeln, und Kratzspuren. Wenn sie auf Nahrungssuche gehen, stehen Huftiere wie Hirsche und Wildschweine ganz oben auf der Wunschliste.  Obwohl Tiger 60 Kilometer in der Stunde schnell rennen können, was ein bisschen schneller ist als ein Auto in der Stadt fahren darf, sind sie eigentlich ganz miese Jäger und geben nach ein paar Hundert Metern ihre Verfolgungsjagd auf. Damit sie trotzdem zum Zug kommen, setzen sie auf den Überraschungseffekt. Sie schleichen sich auf ihren gepolsterten Pfoten leise an und schlagen blitzschnell zu. Dabei helfen ihnen ihre scharfen Eckzähne und die ausfahrbaren Krallen. Wenn das alles nicht funktioniert, begnügen sie sich mit Schlangen, Termiten, Vogeleiern, Krabben, Eidechsen, Fröschen, Beeren oder Gras. Im Gegensatz zu Löwen oder Leoparden sind Tiger ausgezeichnete Schwimmer. Sie halten sich meist eh nahe an Gewässern auf, da sie ziemlich viel trinken. Außerdem lauern sie da auf ihre Beute, da alle Tiere früher oder später zum Trinken an die Wasserstellen kommen. Ziemlich schlau, oder?

Bild: ArtMechanic/Wikimedia Commons

Wo wohnen Tiger?

Tiger sind im asiatischen Raum verbreitet. Es gibt sie in tropischen Regenwäldern, Savannen, Sümpfen, Laub-, Nadel- oder Mischwäldern. Ein Tiger bevorzugt Gebiete, in denen er viele Verstecke findet, wo er ungestört sein Verdauungsschläfchen halten kann und von anderen Tieren nicht entdeckt wird. Denn der Tiger gehört zur Gattung der Katzen und Katzen sind nun einmal zwischen den Mahlzeiten faul. Der sibirische Tiger ist was seinen Lebensraum betrifft, besonders anpassungsfähig. Er kann sich an kalte und warme Klimazonen angleichen. Die meisten Tiger leben heute jedoch in Nationalparks, da ihr Lebensraum vom Menschen stark eingeschränkt wurde. Viele Tigerarten sind vom Aussterben bedroht. Javatiger, Balitiger und Kaspischer Tiger sind Arten, die bereits ausgerottet sind. Sehr stark gefährdet ist auch der Südchinesische Tiger. Nicht nur sein Lebensraum und damit der seiner Beutetiere wird vom Menschen zerstört, auch Wilderer bedrohen den Tigerbestand. Tiger werden wegen ihrer Felle gejagt oder für die Verwendung in der traditionellen chinesischen Medizin.

Bild: Tony Hisgett/Wikimedia Commons

Tiger haben Streifen

Weißt du auch warum? Klar, die Streifen geben den Großkatzen eine optimale Tarnung. Die Streifen sehen im Unterholz aus wie Schatten oder lange Gräser. Das Fell ist braun bis rotorange, aber es gibt auch weiße Tiger. Deren Hautzellen können keine Farben bilden. Im Fachjargon heißt das Leuzismus. Er tritt nur bei Bengaltigern (Königstigern) auf. Weiße Tiger haben blaue Augen. Tiger können theoretisch 25 Jahre alt werden, die meisten sterben aber im Alter von 17 bis 21 Jahren.


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