Alles über Mäuse

Juniors Maus-Lexikon

Wann ist eine Maus eine Maus?

Mäuse sind Nagetiere. Ihre Gattung umfasst rund 40 Arten, von denen uns allen die reguläre Hausmaus am bekanntesten ist. Sie ist auch am weitesten verbreitet. Viele andere Arten leben in Afrika und Süd- oder Südostasien. Dort kommen die Mäuse auch ursprünglich her, aber im Gefolge des Menschen, wo sie immer genügend Futter gefunden haben, hat sich die Hausmaus auf der ganzen Welt verbreitet und lebt jetzt auch in Australien oder Amerika.

Mäuse können eine Kopf-Rumpf-Länge von 4,5 bis 12,5 Zentimeter erreichen. Den Schwanz mit 3 bis 11 Zentimeter muss man da noch dazu zählen. Sie wiegen in der Regel zwischen 12 und 35 Gramm. Ihr Fell kann weich, rau oder stachelig sein und von hellgrau über verschiedene Grau- und Brauntöne bis zu Schwarzbraun reichen. Wusstet ihr, dass der Schwanz auch behaart ist obwohl er nicht so aussieht? Die Härchen sind ganz fein und deshalb fast unsichtbar.

Die meisten Mäuse ernähren sich von Samen, Wurzeln, Blättern und Stängeln. Manche fressen auch Insekten und andere Kleintiere. Die sogenannten kulturfolgenden Arten wie unsere Hausmaus frisst alles, was wir Menschen an Nahrung zur Verfügung haben. Und was ist Leos Leibspeise? Richtig, unsere Lausemaus mag am liebsten Karotten.

Hausmäuse machen keinen Unterschied zwischen Tag und Nacht. Sie können immer aktiv sein. Wildlebende Arten sind meist nachtaktiv. Sie sind Bodenbewohner, können aber gut klettern. Und Hausmäuse können sogar schwimmen.

Ein Wort – viele Bedeutungen

Ganz klar: Mit einer Maus ist in erster Linie das kleine putzige Säugetier mit den lustigen Knopfaugen gemeint. Weil aber Form und vor allem der Schwanz – oder besser gesagt das Kabel – bei der Computermaus an das possierliche Tierchen erinnern, hat man die Technik hier kurzerhand nach der Tierwelt benannt. Aber das Wort „Maus“ wird auch oft als Kosewort verwendet z.B. in der Verniedlichung „Mäuschen“. Fällt euch noch eine Bedeutung ein? Nein? Denkt mal an euer Taschengeld. Ganz salopp kann man dazu nämlich auch Kohle oder eben Mäuse sagen. Und ganz früher wurden auch die Muskeln mit der Maus in Verbindung gebracht, weil das lateinische Wort „musculus“ Mäuschen und Muskel bedeutet. Das könnt ihr aber ganz schnell wieder vergessen, es sei denn, ihr wollt mit eurem Lateinwissen angeben.

Auf Italienisch heißt „Maus“ überigens „Topo“. Erfunden wurde Leo Lausemaus nämlich in Italien von Andrea Dami. Er hat die Kinderbücher zu „Topo Tip“ geschrieben. Aus Tip wurde dann im Deutschen Leo.

Redewendungen

Aber das Wort „Maus“ hat nicht nur in anderen Bedeutungen Eingang in unsere Alltagssprache gefunden. Es gibt auch viele Redewendungen, die Bezug auf Mäuse nehmen. Hier ein paar Beispiele:

Da beißt die Maus keinen Faden ab

Mit jemand Katz und Maus spielen

Mit Speck fängt man Mäuse

Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch

Das ist doch zum Mäuse melken

Das Schiff ist mit Mann und Maus untergegangen

Weißt du, was man mit diesen Redewendungen sagen möchte?

 

Bildquelle: Wikimedia Commons

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