Das Dschungelbuch

Fakten zum Dschungelbuch

Das „Dschungelbuch“ stammt aus der Feder des britischstämmigen Schriftstellers Rudyard Kipling, der jedoch im indischen Bombay (heute: Mumbai) geboren wurde, das im 19. Jahrhundert von den Briten besetzt war.

Er bereiste als Zeitungskorrespondent viele Länder Asiens und erfuhr viel über die dortige Tierwelt. Das „Dschungelbuch“ (erschienen im Jahre 1894) enthält nämlich nicht nur die Abenteuer von Mowgli und seinen Freunden, sondern z.B. auch Geschichten über Robben, Elefanten und den kleinen Mungo Rikki-Tikki-Tavi.

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Dschungel ist eigentlich kein deutsches Wort. Es ist entlehnt vom dem Hindi- Ausdruck jangal, das bedeutet „sehr dichter Wald“. Irgendwie logisch, oder?
In Indien und den vorgelagerten Inseln Sri Lanka und Goa gibt es noch riesige Dschungelgebiete, wie z.B. die Westghats, eine 1.600 Kilometer langer, regenreicher Gebirgszug an der indischen Küste. Hier gibt es auch immer wieder große Tee- und Gewürzplantagen mitten im Dschungel, so gehört der Dschungel Tieren und Menschen gleichermaßen. Der starke Regen, von dem der Dschungel lebt, hat übrigens auch einen Namen, man nennt ihn Monsun.

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Der Panther, wie Baghira einer ist, ist keine eigene Tierart, sondern es handelt sich dabei um einen Leoparden, der wegen eines kleinen genetischen Unterschieds ein schwarzes Fell hat. Wenn es vom Sonnenlicht beschienen wird und man etwas genauer hinschaut, kann man im dunklen Fell die noch dunkleren Flecken des Leopardenfells erkennen. Aber dazu muss man natürlich näher an den Panther herangehen, und das wollen wir niemandem raten.

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Nanu, es gibt doch keine Bären in Indien, wird sich mancher Dschungelbuch- Fan schon gedacht haben. Da haben uns Schriftsteller und Filmemacher ganz schön veräppelt. Oder?

In der südindischen Provinz Karnataka gibt es tatsächlich Bären, nämlich von der Gattung „Indischer Lippenbär“ (Melursus ursinus). Hier wurde vor ca. 20 Jahren ein Schutzgebiet für die Bären eingerichtet, wo heute 150 Bären auf 50 Quadratkilometern in Ruhe leben können, ganz ohne Stress durch die Menschen. Im Englischen lautet der Name des Lippenbären übrigens sinngemäß „Faulbär“, denn, wie wir alle wissen: Er macht alles mit Ruhe und Gemütlichkeit.

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