Piratenkunde

Schiff ahoj! So klingt es schon seit einiger Zeit auf Junior.

Denn Piet Pirat und seine bunt gemischte Mannschaft hissen die Segel und stechen mit ihrem Piratenschiff, dem “Krummen Kahn” in See.

Piet Pirat wäre gern ein gefürchteter Seeräuber, doch wer ihn kennt, weiß, dass er keiner Fliege etwas zuleide tun kann.

Und auch seine Begleiter und Freunde Krista Kräftig und Berend Brockenpampe poltern gern herum, sind aber eigentlich friedliche Zeitgenossen.

Auf Junior zeigen wir die Abenteuer von Piet Pirat, der in seiner Heimat Belgien schon berühmt ist und sogar ein eigenes Piraten-Musical hat.

 

Das kleine JUNIOR-PIRATEN-LEXIKON

Woher kamen die Piraten?

Natürlich kommt niemand einfach so auf die Idee, Pirat zu werden.
Doch rund um das Jahr 1700 war das Leben für viele Menschen sehr hart: In den Städten gab es Armut und Elend, es war schmutzig und es stank. Zudem wurde die Bevölkerung von habgierigen Fürsten ausgebeutet, fror und hungerte.
Klar, dass da viele junge Männer davon träumten, einfach in die ferne, warme Südsee zu fliehen und von dem Gold und den Edelsteinen, die man von den reichen Handelsschiffen gestohlen hatte, ein bequemes Leben zu führen.

Piratinnen

Denkst Du, wir haben die Piratin Krista Kräftig einfach so erfunden?
Nein, es gab bereits vor 300 Jahren Frauen auf Piratenschiffen: Zwei berühmt-berüchtigte Frauen unter der schwarzen Flagge waren die Engländerinnen Anne Bonny und Mary Read.
Als Männer verkleidet hatten sie sich in die Mannschaften von Militär-und Piratenschiffen eingeschlichen, und die Männer auf ihren Beutezügen begleitet. Und beim Kämpfen standen sie den harten Kerlen in nichts nach. Auf dem Bild siehst Du Anne Bonny mit Pistole und dem für Piraten typischen Enterbeil.

Die Beute

So schlimme Halunken die Piraten auch waren, bei der Verteilung der Beute, der “Prise”, ging es sehr genau und sehr gerecht zu, oft gerechter als bei den Arbeitern an Land.
So bekam jeder Pirat den gleichen Anteil der Beute, nur der Kapitän bekam zwei Teile, der Quartermeister und andere Offiziere eineinhalb Teile und der Schiffskoch, auch wenn er ein schlechter Koch war, immer noch einen halben Teil.
Damit es wegen des Geldes keinen Streit gab, war das Spielen um Geld auf dem Piratenschiff streng verboten. Ja, auch Seeräuber haben Regeln.

Salmagundi

Was war das Leibgericht der Piraten?
Nun, das ist gar nicht so einfach zu sagen, denn Piraten gab es überall, von den Küsten des Orients bis nach Brasilien, und überall aß man, was es dort gerade gab.

Das beliebteste Gericht war Salmagundi, ein kaltes Allerlei aus Schildkrötenfleisch, Fisch, Wein, Gewürzen, Kohl, Mangos, Eiern, Oliven, Palmenherzen und viiiiel Knoblauch. Klingt ein bisschen eklig, oder? Aber die Piraten fanden es sehr lecker. Und warten wir erst mal ab, was Berend Brockenpampe alles zusammenrührt!

Die Piratenflagge

Die Flagge war das Zeichen, an dem man die Piraten schon von weitem erkennen konnte. Sie sollte die Besatzungen der anderen Schiffe in Angst und Schrecken versetzen. Daher war sie meist schwarz, aber auch mal blutrot und hatte düstere Symbole aufgenäht: Totenköpfe, Knochen, Schwerter, blutende Herzen oder eine Sanduhr als Kennzeichen, dass die Lebensuhr ablief.
Die berühmteste Zeichnung, den Totenkopf mit den gekreuzten Knochen, führte der Pirat Emanuel Wynne erstmals auf seiner Flagge.

Und wie würde Deine Piratenflagge aussehen? Du kannst ja einmal versuchen, eine zu entwerfen.

Bildquelle: wikimedia commons

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